ginkgo biloba l.


namen

wissenschaftlicher Name

Ginkgo biloba L.

 

Synonyme (Ungültige wissenschaftliche nameN)

Salisburia adiantifolia SM

Pterophyllus ginkgo K. Koch

Pteriphyllus salisburiensis (L.) J. Nelson

 

trivialnamen

Chinesisch

Ya Chio Tsu        Entenfuß

Yin Hsing           Silberaprikose 

Pei Kuo              Weiße Frucht

Pei Yen              Weißes Ei

Lin Yen              Beseeltes Ei

 

Japanisch

Ginkyo                Silberaprikose 

Itchio                  Entenfuß

 

Deutsch

Ginkgo

Fächerblattbaum

Mädchenhaarbaum

Elefantenohrbaum

Entenfußbaum

Chinesischer Tempelbaum

 

fremdländische namen

Englisch

Maidenhair tree

 

Französisch

Arbre des pagodes

 


etymologie



systematik

Familie

Ginkgoaceae, Ginkgogewächse

Gattung

Ginkgo Monotypische Gattung

Art

Ginkgo biloba L.


heimat


verbreitung


lebensraum


beschreibung

Habitus

In Abhängigkeit der verschiedenen Altersstufen ist das Erscheinungsbild (Habitus) von Ginkgo biloba L. sehr vielgestaltig. In der Jugend ist die Krone zunächst kegelförmig. Mit zunehmendem Alter wird die Wuchsform breiter, mit unregelmäßigem, etwas steif ausladendem und wenig verzweigtem Astwerk

Entree Ginkgo-Hain im Gehölzgarten Ripshorst in Oberhausen.

 

Der Gehölzgarten Ripshorst ist ein Bestandteil des Emscher-Landschafts-Park. Auf einem 60 Meter breiten und 2 Kilometer langen Gehölzstreifen  sind Strauch- und Baumarten im erdgeschichtlichen Zusammenhang angepflanzt. 

 

 

Lit.: Gaida/Grothe Gehölzgarten Ripshorst in Oberhausen

Ginkgo biloba L. im öffentlichen Straßenraum einer Grünfläche

 

Standort: Duisburg-Hamborn, Duisburger Straße, Ecke Walter Rathenau-Straße  

Ginkgo biloba L. als Park-Baum in einer öffentlichen Parkanlage.

 

Standort: Stadtpark Duisburg-Meiderich, Bürgermeister Pütz-Straße 

Ginkgo biloba L. in einem Bauerngarten. Nach der Naturdenkmal-Verordnung der Stadt Duisburg als Naturdenkmal ausgewiesen.

Nr.: HRB 1, Gemarkung: Baerl, Flur 3, Flurstück 225,

 

Daten:

Stammumfang 3,85 Meter

Höhe 26,00 Meter

Kronendurchmesser 16,00 Meter 

 

Standort: Duisburg-Baerl, Orsoyer Straße 17

 


Wurzel

Ausgehend vom Keimling bis zum Jungbaum bildet Ginkgo biloba L. zunächst eine tiefgehende Pfahlwurzel aus. Danach entwickeln sich kräftige, über die Kronentraufe hinauswachsende, Seitenwurzeln. An diesen Seitenwurzeln befinden sich relativ dicke Feinwurzeln (> 0,5 mm). In der Literatur wird das Wurzelsystem von Ginkgo biloba L. zumeist als Herzwurzelsystem bezeichnet. Dies trifft jedoch nur auf Bäume mit  guten Standortbedingungen, tiefgründige Böden, zu. Die Wurzelhaare der Feinwurzeln befinden sich in Symbiose mit dem VA-Mykorrihza-Pilz, Glomus epigaeum.


STamm



Chi Chi





Astwerk

 


Holz


Rinde/Borke



Knospen


Blätter

Ginkgo biloba

Johann Wolfgang von Goethe, September 1815

 

Dieses Baumes Blatt, der vom Osten 

Meinem Garten anvertraut,

Giebt geheimen Sinn zu kosten,

Wie´s den Wissenden erbaut.

 

Ist es ein lebendig Wesen,

Das sich in sich selbst getrennt?

Sind es zwey, die sich erlesen,

Daß man sie als Eines kennt?

 

Solche Fragen zu erwiedern,

Fand ich wohl den rechten Sinn; 

Fühlst Du nicht an meinen Liedern, 

Daß ich Eins und doppelt bin?

 


Detailaufnahme einer Blattspreite. Gut erkennbar die Gabelnervigkeit der sich gabelnden Blattnerven. 


 Beispiele von Blattvariationen





Blüten

Ginkgo biloba L ist eingeschlechtlich, d.h. es kommen in der Regel entweder nur rein männliche oder weibliche Blüten an einem Baum vor. Hier spricht man von Zweihäusigkeit (diözisch). Mitunter treten aber auch an älteren männlichen Bäumen, plötzlich weibliche Blüten auf und im Herbst erscheinen Samen. Diese Erscheinung bezeichnet man Einhäusigkeit (menözisch). Die Blütenbildung beginnt mit der Blattentfaltung je nach Witterung Ende April bis Mitte Mai. Die Blüten entstehen in den Blattachseln, die Pollen werden durch Wind verbreitet.  

Kronen-Detail eines männlichen Ginkgo-Baums im Mai, mit Blüten- und Blatt-Austrieb. 

Detailaufnahme einer männlichen Ginkgo-Blüte. Die Blüten sind Kätzchen-förmig und tragen an einer Achse etliche Staubblätter mit je zwei Pollensäcken pro Ansatz.


Früchte/Samen

Weiblicher Ginkgo biloba L. mit Fruchtbehang 

Weiblicher Ginkgo biloba L. mit Herbstlaub und Fruchtbehang 

Ginkgo biloba L.. Herbstlaub und der Mirabellen ähnlichen Frucht im Falllaub.

Reife Ginkgo-Früchte mit Fruchtfleisch. 

Ginkgo-Samen ohne Fuchtfleisch


Eigenschaften


pathologie

Biotische Schadursachen

     Tierische Schädlinge

     Krankheiten

Abiotische Schadursachen

     Klimafaktoren

     Umweltfaktoren

Wachstumsfaktoren

Beim Kronen-Wachstum entstehen in einem Gabelungs-Bereich oftmals 2 gleich starke Kronen-Äste. Aufgrund des spitzwinkligen Astansatzes entwickeln sich diese im weiteren Wachstumsverlauf zu einem Druckzwiesel. Dabei kommt es zwischen den beiden Kronen-Ästen zu Rindeneinschlüssen. Das stetige Dickenwachstum drückt an dieser Stelle die beiden Stämme auseinander. Die Folge ist eine Rissbildung bis in den Hauptstamm. Der Baum versucht bei diesem Riss durch Anlagerung von Holzgewebe die Statik zu kompensieren und es entstehen sogenannte Nasen und Rindenveränderungen. Druckzwiesel sind bruchgefährdet und sollten immer wieder mal kontrolliert werden.                      

Druckzwiesel an

Ginkgo biloba

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto mit freundlicher

Genehmigung von

Frau Claudia Kuhlen

 

 


nutzung



verwendung

 

 

 

 


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Quellen: