Sequioadendron giganteum (Lindl.), J. Buchh.   Riesen-Mammutbaum  (3-er Gruppe) 

NAMEN            Botanischer Name:         Sequioadendron giganteum (Lindl.) , J. Buchh.

                        Synonym:                        Wellingtonia gigantea 

                        Trivialnamen:                  Riesen-Mammutbaum, Berg-Mammutbaum  

Den Namen Sequoiadendron giganteum gaben ihm die Botaniker William Lobb und J. Matthew, die diese Gattung von Mammutbäumen 1841 entdeckt und 1853 nach England eingeführt haben. Der Namensteil "sequioa", welcher auch bei anderen Mammutbaum-Arten vorkommt, ist nach dem Cherokee-Indianer Sequoyah benannt, der Anfang des 19. Jahrhunderts die Silbenschrift der Cherokee Indianer entwickelt hat. 

Die Bezeichnung „giganteum“, welche soviel wie riesig bedeutet, bekamen sie Dank ihrer gigantischen Ausmaße, welche diese Riesen-Mammutbäume erreichen können. Ein früherer Name dieses Baumes wurde von dem Botaniker John Lindley  geprägt. Er nannte den Baum Wellingtonia gigantea, es war die erste die erste wissenschaftliche Bezeichnung. Diese war jedoch nach den Regeln des Internationalen botanischen Code (ICBN) nicht zulässig, da der Name Wellingtonia bereits vergeben war. 

SYSTEMATIK   Familie:       Zypressengewächse,  Cuppressaceae  

                        Gattung:      Sequioadendron

                        Art:             Riesen-Mammutbaum, giganteum

HEIMAT         

Nord-Amerika, an den Westhängen der Sierra Nevada in einem kleinen, sehr zerklüfteten Areal. Dieses setzt sich aus vielen,  unterschiedlichen, einzelnen Populationen zusammen. Seit 1890 in verschiedenen Nationalparks unter Schutz stehend.

VERBREITUNG

Mitte des 19. Jahrhunderts als Versuchs-Baum für Forstkulturen nach Europa eingeführt. Aufgrund seiner imposanten Erscheinung in vielen Parkanlagen als besonders attraktiver und repräsentativer Baum angepflanzt.                                  

LEBENSRAUM 

An den Westhängen der Sierra Nevada in einem 420 km langen Gürtel, der maximal 24 km breit ist. In Nadelwäldern windgeschützter Gebirgslagen mit hohen Niederschlägen von 1200-1500 Millimeter. In einer Höhe von 1400 bis 2700 Metern hoch vorkommend.  

HABITUS

Riesen-Mammutbäume sind immergrüne Nadelgehölze. Sie erreichen ein Alter von 1500-3000 Jahre und können bis zu 100 Meter hoch werden. Mit ihren unglaublichen Dimensionen zählen sie zu den mächtigsten und eindrucksvollsten Bäume der Erde. Im Jugendstadium ist der Habitus streng kegelförmig. Von einem durchgehenden Stamm, gehen viele waagerecht stehende Äste ab. Mit zunehmendem Alter werden  die Kronen wesentlich offener und mit mächtigen Ästen  ausgestattet. 

STAMM/ASTWERK

Stamm von einer konischen Stammbasis bis in die Spitze abholzig durchwachsend. Äste quirl-artig, waagerecht angesetzt, mit zunehmendem Alter bogig überhängend. Im Alter verlieren die Bäume im unteren Stammbereich die Äste. Bei über hundertjährigen Exemplaren beginnt die Krone oftmals erst bei 30 Meter Höhe.

RINDE/BORKE

Hellrot-braun, schwammig, längs-rissig, in Streifen sich ablösend. An alten Exemplaren 30 bis 60 Zentimeter dick werdend.  Die dicke, schwammige Struktur der Borke besitzt einen hohen Wassergehalt und ist daher sehr schwer entflammbar und schützt so vor Waldbränden.

NADELN

Die Nadeln sind 5 bis 8 Millimeter lang und in 3 Längs-Reihen spiralig am Trieb angeordnet. Sie haben eine Schuppen-bis Pfriem-förmige Gestalt und sind scharf zugespitzt. Der Nadelgrund liegt dem Zweig dicht an die Spitze steht ab.

BLÜTEN 

Der Riesen-Mammutbaum ist windblütig. Männliche und weibliche Blüten sind eingeschlechtlich an Trieb-Enden verteilt. Blütezeit März bis April

ZAPFEN/SAMEN 

Die Zapfen sind eiförmig und 5 bis 8 Zentimeter lang., im Jugendstadium blaugrün, im 2. Jahr reif. Im Alter graubraun werdend und verholzend. Der Zapfen besteht aus, bis zu 40 rhombischen Schuppen mit einer vertieften Mitte. Eine wichtige Rolle übernimmt Feuer bei der Öffnung der Sequoia-Zapfen, denn diese öffnen sich erst unter Hitzeeinwirkung und entlassen erst danach ihre Samen. Der Samen ist geflügelt, frostbeständig und übersteht Minus-Temperaturen ohne Probleme, ist jedoch gegen Spätfrost gefährdet. Außerdem ist er weitestgehend frei  von Pilz- und Schädlingsbefall.