Liquidambar styraciflua L.    Amerikanischer Amberbaum   

NAMEN

 

 

 

SYSTEMATIK

 

 

 

 

 

HEIMAT

 

 

 

 

 LEBENSRAUM

 

 

VERBREITUNG

Botanischer Name:  Liquidambar styraciflua L.

Trivialnamen:           Amerikanischer Amberbaum

                                 Amerikanischer Storaxbaum

 

Familie:                    Amberbaumgewächse, Altingiaceae (früher                                                                         Hamamelidaceae

Gattung:                   Amberbäume, Liquidambar

Art:                           Amerikanischer Amberbaum, Liquidambar                                                                          stryraciflua L.

 

Nordamerika 

Nordamerika, in einem kleinen, sehr zerklüfteten Areal. Dieses setzt sich aus vielen, 1 bis 1600 ha großen Einzel-Populationen zusammen. Seit 1890 in verschiedenen Nationalparks unter Schutz stehend.

 

Auf feuchten Standorten, in Tälern, Uferwäldern, auf Hängen in Laubmischwäldern, Pioniergehölz auf stillgelegten Brachflächen.

 

Östliches und südöstliches Nordamerika von New York über Mittelamerika bis Nicaragua und Guatemala. In Europa seit 1688 als Zierbaum in Parks und botanische Gärten und an Strassen angepflanzt.


HABITUS

Der Habitus in der Jugend ist zunächst kegelförmig mit einem gerade durchgehenden Stamm, später entwickelt sich eine schmale, offene Krone mit einzelnen Hauptästen. Als freistehender Solitärbaum wird die Krone rundlich Die Höhe reicht je nach Standort-Bedingungen bis 25 Meter, die Breite der Krone 6 bis 12 Meter.

STAMM/ASTWERK

Der Stamm am Heimatstandort ist langschäftig bis in die Spitze, die Äste setzen spitzwinklig in unregelmäßigen Abständen am Stamm an. Das Astwerk ist wenig feingliederig, steif und kräftig.

RINDE/BORKE

Junge, einjährige Triebe sind grün bis bräunlich, später mit zunehmendem Alter  werden sie graubraun. Die Farbe variiert auch mit der sonnen-seitigen Einstrahlung. Ab dem zweiten Jahr entwickeln sich auf der Rinde auffällige Kork-Leisten. Die Stamm-Borke und die älterer Äste ist graubraun, tief längs-rissig und mit unterschiedlich großen, gefelderten Borken-Stücken versehen. Wird die Borke verletzt, so tritt ein wohlriechender harziger Saft aus, dieser wurde früher in den USA zur Herstellung von Kaugummi, Parfüm, Klebstoffen und Ölen benutzt. 

KNOSPEN

Die End- Knospen junger Triebe sind eiförmig-elliptisch und zugespitzt. Sie sind 6 bis 10 Millimeter lang und unbehaart, die Farbe schwankt zwischen gelblich und rötlich-braun. Sechs bis acht Knospen-Schuppen liegen wie Dachziegeln übereinander und schützen so vor Frost. Seitenknospen sind etwas kleiner.

BLÄTTER

Die Ahorn-ähnlichen Blätter sind wechselständig angeordnet, die Blattspreite ist 10 bis 18 Zentimeter lang, tief gelappt und besitzt 5 bis 7 Lappen. Der geriefte Blattstiel ist 6 bis 12 Zentimeter lang. Die Oberseite ist glänzend dunkel-, die Unterseite mattgrün. In den Nervenwinkeln befinden sich feine Achsel-Bärte. Das besondere Merkmal ist die phantastische Herbstfärbung der Blätter, das Spektrum der Farben reicht von hellgelb über orange, scharlach, weinrot, violett-braun bis tief-purpur. Zerreibt man ein Blatt so entsteht ein sehr angenehmer Duft.

BLÜTEN

Der Amerikanische Amberbaum ist einhäusig, getrenntgeschlechtlich. Die Blüten sind unscheinbar und duftlos. Männliche Blüten stehen am Ende junger Triebe in aufrechten Ähren. Weibliche Blüten entstehen aus den Blattachseln. An langen Stielen hängen die grünen, kugeligen Blütenköpfe, sie besitzen einen Durchmesser von 2 bis 3 Zentimeter. Die Blütezeit liegt im Mai.

FRÜCHTE/SAMEN

Die rundlichen Sammelfrüchte bestehen aus einer Vielzahl von 2,5 bis 3 Zentimetern runden Kapseln. Sie hängen zu mehreren an langen dünnen Stielen und reifen im September bis Oktober. Die Oberfläche ist gekennzeichnet durch die verholzten Griffel. Das Aussehen ähnelt stark dem eines Morgensterns. Nach dem Entlassen der geflügelten Samen verbleiben die verholzten Sammelfrüchte als Wintersteher bis in das Frühjahr. Sie bilden dann einen farblich interessanten Kontrast zu dem neuen grünen Blattaustrieb.