Celtis australis L.    Südlicher Zürgelbaum, Europäischer Zürgelbaum

NAMEN

 

 

SYSTEMATIK

 

 

 

HEIMAT

 

 

VERBREITUNG

 

LEBENSRAUM

Botanischer Name: Celtis australis L.

Trivialnamen:         Südlicher Zürgelbaum, Europäischer Zürgelbaum

 

Familie:  Hanfgewächse, Cannabaceae, (früher Ulmengewächse, Ulmaceae)

Gattung: Zürgelbäume, Celtis 

Art:         Südlicher Zürgelbaum, Celtis australis L., Europäischer Zürgelbaum

 

Mittelmeergebiet,  Portugal, Spanien, Frankreich, Korsika, Italien, Balkan-Halbinsel, Algerien, Marokko, Tunesien, Türkei.

 

Eingebürgert in der Schweiz, Zypern, Israel, Libanon, Syrien,  Australien, Kalifornien 

 

In Trockenwäldern, Gebüschen und Berghängen mit mildem Klima, sonnige Standorte auf lockeren, mineralhaltigen Böden mit mäßiger Feuchtigkeit, aber auch auf steinigen Standorten und felsigen Hanglagen.   


Farbdrucktafel XL

 

1 Zweigstück mit jungen Trieben und Blüten

 

2 Ausgewachsener Trieb mit Früchten ungleichen Reifegrades

 

3 Steinkern mit einer reifen Frucht

 

4 Keimpflänzchen

 

5 Zweig im Winterzustand

 

 

 

 

 

Quelle:

Hempel und Wilhelm

Bäume und Sträucher des Waldes

 

 

HABITUS

Sommergrüner Baum, 10 bis 25 Meter hoch werdend. Im Freistand, als Soltärbaum mit einer breiten, rundlich gewölbten Krone.  

STAMM/ASTWERK

Der Stamm ist kurzstämmig, vollholzig und teilweise mit Auskehlungen versehen. Die vom Kronen-Ansatz schräg aufstrebenden Äste haben in den Zweig-Achsen einen leichten Zickzack-Verlauf. Die Astwinkel liegen zwischen 55° bis 60°.  Jüngere Äste und Triebe hängen oftmals weit S-förmig über.

RINDE/BORKE

Im Jugendstadium ist die Stamm- und Ast-Borke meist glatt und ähnlich wie bei der Rotbuche, grau. Erst mit zunehmendem Alter entsteht eine Borke mit nicht sehr tiefen, manchmal rissigen Längs-Spalten. Die Farbe kann je nach Sonnen- bzw. Schattenseite oder Bewuchs durch Flechten variieren. Junge Triebe sind grün bis olivbraun gefärbt und anfangs wollig behaart und später verkahlend.  Auf der Rinde befinden sich feine Lentizellen.

KNOSPEN

Die streng zweizeilig angeordneten Knospen sind kegelförmig, an den Spitzen eingebogen,  4 bis 6 Millimeter lang  und liegen den Zweigen oberhalb der Blattnarben an. Sie sind behaart, von rötlich-brauner Farbe und besitzen 6 bis 10 Knospen-Schuppen. Häufig kommen zwei seitenständige, stumpfere Beiknospen vor.

BLÄTTER

Die zweizeilig, wechselständig angeordneten Blätter sind elliptisch, länglich und mit einer lang ausgezogenen, geschlängelten Spitze versehen. In Größe, Form und Blattrand sind die Blätter sehr vielgestaltig. Der Blattrand ist bis fast zur Spitze einfach bis doppelt und scharf gesägt.  Die Blattoberseite ist derb, dunkelgrün und die Unterseite grün-gräulich. Die Blattbasis ist schief herzförmig, der Blattstiel ist behaart und 5 bis 16 Millimeter lang. Bei Sonneneinstrahlung und Tageshitze neigen sich die zweizeilig angeordneten Blätter in die Vertikale und rollen sich zum Schutze der Verdunstung ein..

BLÜTEN

Der südliche Zürgelbaum ist einhäusig, mit wenig auffälligen, außen bräunlichen und innen weiß-grünlichen Blüten. Im März bis Anfang Mai, kurz nach dem Austrieb der Blätter erscheinen die Blüten in den Blattachseln  diesjähriger Triebe. Jede Blüte besteht aus einem fünfblättrigen, grünen bewimperten Perigon und fünf Staubblättern mit verhältnismäßig großen Staubbeuteln. Bei den zwittrigen Blüten tritt hierzu noch ein grüner, einfächeriger Fruchtknoten mit zwei weißen, spitz geschwungenen Narben hinzu. Die Länge der Blütenstiele beträgt 8 bis 15 Millimeter. 

FRÜCHTE/SAMEN

Nach Befruchtung der Samenanlage reift eine kugelige, 9 bis 10 Millimeter dicke, zunächst grüngelbe, dann bräunlich-violette Steinfrucht heran. Diese besitzt nur wenig Fruchtfleisch aber einen verhältnismäßig großen, netzig grubigen Kern.