Betula pendula ROTH     Sand-Birke     

NAMEN

 

 

SYSTEMATIK

 

 

 

HEIMAT

 

VERBREITUNG

 

 

 

LEBENSRAUM

Botanischer Name: Betula pendula Roth

Trivialnamen:         Sand-Birke, Hänge-Birke, Weißbirke, Warzenbirke

 

Familie:                  Birkengewächse, Betulaceae

Gattung:                 Birken, Betula

Art:                         Sand-Birke, Betula pendula Roth.

 

Europa bis Westsibirien

  

Über ganz Europa einschließlich der Britischen Inseln verteilt. In Skandinavien bis 69° n.Br., Russland 65° n.Br., Balkanhalbinsel, Mazedonien, Albanien, nördliches Portugal, südlichster Punkt Italien (Ätna)

 

Lichte Laub- und Nadelmischwälder, Heide, Moore, feuchte bis trockene, nährstoffarme Böden, flachgründige Felsstandorte, Brachflächen, Mauern. schnellwüchsiges Pioniergehölz. 


HABITUS

Sommergrüner, mittelhoher Baum (18 bis 25 Meter), mit hochgewölbter Krone. Äußerst variabel in der Wuchsform.

STAMM/ASTWERK

Durchgehender Stamm mit spitzwinklig ansteigenden Starkästen und malerisch herabhängendem Zweigwerk. 

RINDE/BORKE

Die anfangs hellbraune Rinde ist anfangs mit hellgrauen Harzdrüsen besetzt. Im Verlaufe weiteren Wachstums verfärbt sich die Rinde aufgrund des Farb-Stoffes Betulin von hellbraun zu schneeweiß. Diese abrollende Rinde ist   mit quergestreiften Lentizellen besetzt. Alte Birkenstämme besitzen am Stammfuß eine schwarze, graue, tiefgefurchte Borke, auch Brikettborke genannt. Sehr markante Merkmale sind auch die typischen Chinesenbärte, sie sind aus alten Astnarben entstanden. Die Entwicklung von Rinde zur Borke lässt sich wie folgt charakterisieren: „Spiegelrinde“, später „Ringelborke“ zuletzt „Schuppenborke auch als, Brikettborke“ bezeichnet.                     

MASERKNOLLEN

Die Ursachen der Bildung von Maserknollen sind unterschiedlicher Art. Sie können durch Knospensucht, Viren, Pilzen und als Reaktion-Holz  durch Umwelteinflüsse entstehen. Es gibt geschlossene Maserknollen und offene, an Krebsgeschwulste ähnlichen Maserknollen.   

SCHADBILDER

Viele Bäume der Birken-Alleen längs des Grabens „Am alten Ufer“ weisen  markante Schadbilder an Stämmen und Ästen auf. Diese lassen sich nach der Ursache in: „biotische Schäden“ (Pilze, Schädlinge, Tiere, Menschen) und „abiotische Schäden“ (Wind, Hitze, Kälte, Trockenheit) unterteilen. Beispielhaft zeigen einige Fotos die markantesten Schäden. 

KNOSPEN

Die Knospen sind ungestielt, schmal, eiförmig und zugespitzt. Ausscheidungen von Harz lässt die Knospenschuppen oftmals klebrig und glänzend aussehen.

BLÄTTER

Die Birkenblätter sind rautenförmig bis dreieckig, 4 bis 7 Zentimeter lang mit einer lang ausgezogenen Spitze. Der Blattrand ist grob doppelt gesägt, die Basis breit keilförmig oder gestutzt. Junge Blätter sind klebrig und oberseits grün. Im Herbst kommt es zu einer intensiven, goldgelben Färbung.  

BLÜTEN

Birkenblüten sind einhäusig, windblütig und vom „Kätzchenblüten-Typ“. Die im Vorjahre angelegten männlichen Kätzchen sind hängend, weibliche Kätzchen stehen aufrecht an diesjährigen Trieben. Birken produzieren je Kätzchen 5 Millionen Pollen und gelten deshalb als bedeutender Heuschnupfenerreger.     

FRÜCHTE/SAMEN

Walzenförmiger, bis 4 Zentimeter langer, brauner Fruchtstand, welcher zur Reifezeit ab August langsam zerfällt und dabei die sehr kleinen Nussfrüchte als Drehflieger dem Wind zur Verbreitung überlässt. Die häutigen, beidseitigen Flügel des Samens sind aus der Fruchtwand entstanden und können eine Flugdistanz bis 3 km erreichen. Ein Kätzchen enthält bis zu 450 geflügelte Samen und eine Vielzahl der Fruchtschuppen. Die Keimung erfolgt im nächsten Frühjahr.